Sport-Welt Stallparade
 
Die Sport-Welt Stallparade 2013, Autor: Kurt Bayer.
 
 
 
Als habe man eine Ahnung gehabt, dass es sich für Andreas Löwe und seine Kölner Kollegen lediglich um eine Dreiviertelsaison 2012 handeln würde, hat das Quartier im September, dem „letzten“ Monat aufgetrumpft in einer Art und Weise, wie es besser kaum geht. "Dieser 30.9. wird ewig in Erinnerung bleiben. Zuerst der neuerliche Sieg in einem Auktionsrennen von Red Lips in Frankfurt und dann als Krönung der Gruppe-I-Erfolg von Amaron in Mailand. Besser kann man eigentlich eine Saison nicht abschließen, einfach traumhaft", erinnert sich der Trainer an jenem unvergesslichen Sonntag. "Und drei Tage später waren wir in Köln aufgrund der Infektiösen Anämie alle zur Untätigkeit verurteilt. So schnell kann sich die Stimmungslage ändern. Die Zeit von Oktober bis Dezember hat gekostet, weil wir traditionell über Pferde verfügen, die gerade für diese Zeitspanne in Betracht kommen und in den Startlöchern standen," blickt der dienstälteste Trainer in Weidenpesch noch einmal zurück.

Deswegen zu jammern gilt aber nicht im Stall von Andreas Löwe, der im Herbst 1981 als Trainer begann und somit in seine dreiunddreißigste Saison gestartet ist. Auch nicht im Fall von Djumama, der Winterkönigin von 2010, die auch später noch Gruppe-Rennen gewann, doch 2012 aufgrund einer permanent währenden Bänderdehnung einfach nicht mehr in Gang zu bekommen war, wie es der Nestor der Kölner Trainer ausdrückt. Von ihr hieß es ebenso Abschied nehmen wie von Keep Cool, der zwar nicht in den sportlichen Höhen der Stute weilte, sich aber mit vier Siegen als der erfolgreichste Punktesammler erwies. Gewonnen wurde vom Februar bis eben zu jenem September, kontinuierlich Monat für Monat. Ein erstes dickes Ausrufezeichen setzte dabei Amaron im April mit dem Gewinn des Dr. Busch-Memorials, eines Gruppe-III-Rennens, der fünf Monate später als Gruppe-I-Sieger in Mailand die Saison krönen sollte. Erfolge sind halt die beste Werbung.

So lassen 2013 mit WH Sport International und dem Gestüt Graditz namhafte Besitzer Pferde von Andreas Löwe trainieren, der auf ein sehr erfahrenes und engagiertes Team bauen kann. Mit Stefan Kovacs ist eine sogenannte treue Seele nach fünfundzwanzig Jahren in seine ungarische Heimat zurückgekehrt, doch zählt z. B. Magda Szewa, die über die Jahre sämtliche Cracks in der Arbeit ritt und reitet, weiterhin zum Team, das einige Veränderungen erfahren hat. So fungiert Hardy Hötger als Assistent und Stellvertreter des Trainers sowie als Futtermeister, während der aus dem Stall von Waldemar Hickst übergewechselte Christian Möde, Spross einer dem Rennsport seit langem verbundenen Familie, als Reisefuttermeister tätig ist und mit dem Sieg von Very Nice in Dortmund gleich einen erfolgreichen Einstand auf den deutschen Bahnen feiern konnte. Rebecca Danz und Patrick Gibson nennt der Trainer zwei junge aufstrebende Reiter, die bei der Galopparbeit wertvolle Dienste leisten und natürlich auch ihre Chancen in den Rennen erhalten und wahrnehmen, wie die jüngste Vergangenheit beweist.

Very Nice hat im Übrigen das für das Gestüt Winterhauch wiederholt, was im Vorjahr sechs Stallgefährten geschafft hatten, nämlich für die ersten sechs Siege in Folge des Stalles zu sorgen.

Schon ihre Mutter Pearl Queen, fünffache Siegerin für Trainer Andreas Löwe, gehörte dem Stall Anika, der in diesem Jahr durch Perfecta Beat in Köln vertreten ist. "Ein spätes Pferd wie die Mutter, die immerhin Platzierungen in Listen-Rennen in Epsom und Ascot aufweist. Bei der Tochter handelt es sich um eine kräftige, schöne Stute, die auf Distanzen um die Meile herum am besten aufgehoben sein dürfte. Der Mai könnte ihr Debüt erleben."

Etwas eher soll Adolphe Adam den ersten diesjährigen Start absolvieren. Dem Hengst attestiert man eine sehr gute Entwicklung über den Winter, so dass man den April ins Auge gefasst hat. Der Boden sollte nicht zu tief sein, während Strecken um die 2000 Meter als passend erachtet werden.

Einen Treffer in Iffezheim steuerte Missunde zur letztjährigen Bilanz bei. „Die Stute muß mit Blinkers geritten werden, weil sie zu viel guckt“, erklärt der Trainer, der normalen Boden und Distanzen zwischen 1800- und 2000 Metern als besonders geeignete Voraussetzungen für ein gutes Abschneiden nennt. Die Stute verfügt über viel Speed und scheint auf jeden Fall noch steigerungsfähig zu sein, ist allerdings auch nicht einfach zu reiten.

Aus der Zucht des Gestüts Etzean stammt Palanos, der von dort an Werner Heinz verkauft wurde. "Ein kräftiges, kompaktes Pferd mit Antritt", nennt der Trainer den Hengst, der Kandidat für dieses Jahr ist und erst einmal auf den normalen Strecken für die Zweijährigen eingesetzt werden soll. "Ein versprechender Hengst, der so aussieht wie einer für die Saison 2013."

Einer, der als Zweijähriger im Vorjahr an den Start kam, ist Commander Kirk, der im August debütierte und als Vierter in einem zwar kleinen, aber qualitätsvollen Feld Platz überzeugte, nachdem er einige Monate für die Entwicklung benötigt hatte. Auch jetzt ist nicht mit einem baldigen Start auf Wegen um die Meile herum zu rechnen, denn "er braucht noch ein bißchen", wie der Trainer mitteilt, um zu ergänzen, dass er aber auf ihn hofft. Das ist auch der Grund, dass man ihn für das Mehl-Mülhens-Rennen eingeschrieben hat.

Wie dieser ist Gios Last ein Vertreter des Jahrgangs 2010. Schon in einem Monat könnte der Hengst, der dem Trainer gefällt und der ihn ein solides, passendes Pferd nennt, seinen ersten Einsatz auf der Rennbahn absolvieren. Während man sich in der Frage des besten Untergrundes noch nicht ganz schlüssig ist, glaubt man ihn auf Strecken um die 2000 Meter herum am besten aufgehoben.

Einen frühen Kandidaten für die Saison auf den Grasbahnen sieht der Trainer in Mertesacker, der künftig mit Scheuklappen antreten wird, weil er unterwegs noch zuviel schaute, was ihm eine bessere Bilanz gekostet haben dürfte, denn er stand mehrfach vor einem Sieg. "Er wird sich deutlich steigern, ist bodenunabhängig und mag Distanzen oberhalb von 1800 Metern. Er kommt bei einem passenden Rennen in Krefeld an den Start, sonst zwei Wochen später in Köln", so Andreas Löwe.

Da Donnerschlag zu "schwer" geworden war, wurde der bildschöne Bursche kastriert. Nach dem Eingriff präsentiert er sich als gut formierter Typ, der zwar noch etwas Zeit benötigen dürfte, dem jedoch Veranlagung bescheinigt wird.

Bereits sehr gute Arbeitsleistungen stehen bei Palace Secret zu Buche, der man daher eine gute Laufbahn prophezeit. Normaler Boden und nicht zu weite Wege sind Bedingungen für gute Leistungen.

Als große, sehr schöne Stute, die über harmonische Bewegungen verfügt, wird Pretty Lady präsentiert, die allerdings in der nächsten Zukunft noch nicht im Einsatz zu sehen sein wird.

Seinen ersten diesjährigen Einsatz hat Lips Dancer am Dienstag der vergangenen Woche in Chantilly hingelegt, doch zeigte sich der Hengst zu frisch und hektisch. Auch die kurze Galoppade hat dem Trainer nicht gefallen. Der Hengst hat sich offensichtlich nicht wohlgefühlt auf der Bahn und blieb so unter seinen Möglichkeiten. Der Trainer nennt den Hengst, der auf jedem Boden zurechtkommt und Strecken zwischen 1400-und 1800 Metern liebt, einen ehrlichen Kämpfer, dem der erste Jahresstart noch gefehlt haben und der sich bald schadlos halten dürfte.

Ein Jahr jünger ist dessen Halbbruder Lips City, die sich seit Mitte des vorigen Jahres im Rennstall befindet, jedoch noch einiges lernen und nachholen muss, wie es von Seiten des Trainers heißt. „Der Hengst verfügt auf jeden Fall über Talent und ist eine Hoffnung für bessere Rennen. Er hat daher auch eine Nennung für das Mehl-Mülhens-Rennen bekommen. Bei ihm handelt es sich um ein Pferd, dem man die Klasse ansieht“, fasst Andreas Löwe zusammen.

Keine Erfahrung in Rennen besitzt auch die Stallgefährtin Magic Lips, die als Zweijährige zeitweise noch im heimatlichen Gestüt weilte. Veranlagung wird ihr seit längerem attestiert. "Von ihr haben wir noch nicht alles gesehen, aber die Hoffnung, dass sie auf der großen Route ihren Weg machen wird. Da sie wohl mehr den Typ des Stehers verkörpert, haben wir sie für den Preis der Diana genannt und nicht für die Guineas. 1800 Meter und mehr sind nach ihrem Geschmack", so der Trainer.

Erst vor kurzer Zeit wurde Onkel Lips kastriert, nachdem er zu schwer geworden war, wie es Andreas Löwe ausdrückt. "Er wird aber weiter im Rennstall bleiben und gearbeitet."

In ihre zweite Saison geht Red Lips, "eine schöne, große Stute und eine Kämpferin mit Qualität", wie es heißt, die auf normalem Boden und Distanzen um die Meile herum und darüber in ihrem Element ist. Die Stute erwies sich im letzten Jahr nach Amaron als zweitbeste Verdienerin, als sie im September die Auktionsrennen in Düsseldorf und drei Wochen später in Frankfurt auf ihr Konto brachte, nachdem sie mit Platz vier ihre Karriere begonnen hatte. Höhepunkte in der Saison 2013 sollen die 1000 Guineas und der Preis der Diana werden, wobei vor den 1000 Guineas noch ein Start eingeplant wird. Auch in der Nennungsliste für das Schwarzgold-Rennen (Gr.III) Anfang Mai in Köln findet man ihren Namen.

Aus der Zucht des Kölner Besitzers Heinrich Löhndorf, eines langjährigen Klienten am Löwe-Stall, stammt der zweijährige Ocatos, der sich zwar noch nicht so lange im Stall befindet, den der Trainer jedoch ein großes Pferd mit eleganten Bewegungen nennt, das man sich durchaus für die Saison 2013 vorstellen kann.

Für die Interessen von Andreas Löwe treten mit Royal Directa und Sourour Queen zwei Vierjährige an, von denen die Stute noch auf ihren ersten Einsatz wartet. Royal Directa mag Sand und Gras sowie Strecken von 1800 Metern und mehr. "Er hat sich gut gefestigt und über Winter verbessert. Das erste diesjährige Laufen auf Neusser Sand stellte mich sehr zufrieden. Er wird in den kommenden Tagen seinen nächsten Start in einem Verkaufsrennen in Chantilly haben", so der Trainer. Dagegen wird noch einige Zeit vergehen, ehe Sourour Queen, die als Kandidatin für Meilenrennen gilt, ihr Debüt geben wird. "Eine attraktive, schwarze Stute, die viel Zeit benötigte, um sich zu festigen, inzwischen aber für den beginnenden Aufbau bereit ist", wie es heißt.

Schon anlässlich des ersten Renntages auf Gras in Krefeld könnte First Line in den Starterlisten zu finden sein. Sie hat sich in den Wintermonaten verbessert und soll in leichteren Aufgaben auf Strecken zwischen 1400- und 1600 Metern aufgebaut werden, wobei der Boden nicht zu schwer sollte, wie man mitteilt.

"Sie sollte etwas für die erste Saison werden, denn sie hinterlässt einen hervorragenden Eindruck im Lot", so spricht Andreas Löwe von der zweijährigen Indian Rainbow, die auf einer englischen Auktion gekauft wurde und „ihren Preis allemal hereinholen sollte, denn sie ist eine ausgesprochen gute Zweijährige." Die Stute stammt aus der Verwandtschaft der Lips Poison, die vor zwei Jahren mit den 1000 Guineas in Düsseldorf ein Gruppe-II-Rennen gewann. So wie der Trainer von der Stute spricht, spürt man, welch hohe Meinung er von ihr besitzt. Sie könnte von den Zweijährigen die Beste werden.

Überwiegend in Frankreich antreten soll Isolo, die auf Gras (nicht zu weich) und den Allwetterbahnen auf Strecken um die 1400 Meter einsetzbar ist. Einen genauen Termin kann der Trainer noch nicht nennen, doch könnte "die ehrliche, gute Stute" voraussichtlich Mitte April ihr Saisondebüt geben.

Wo die beste Distanz für Ratana liegt, ist derzeit noch immer nicht geklärt, eher schon die Tatsache, dass sie normalen Boden bevorzugt. "Sie war für uns eine große Enttäuschung nach dem Kauf auf der Breeze Up-Auktion. Es kann aber auch sein, dass der ganze dortige Rummel ihr nicht gut getan hat. Erfreulicherweise ist sie jetzt eine bildschöne Stute mit passender Größe, sehr gutem und ruhigem Temperament, jedoch der Typ, der erst im Rennen richtig zeigen wird, was er kann. Sie hat Nennungen für drei Auktionsrennen erhalten", erklärt Andreas Löwe, der anfügt, dass die im Vorjahr lange so hoch gehandelte Rosie Thomas in die Zucht gewechselt ist.

Als Kandidat für Auktionsrennen gilt der zweijährige Sirius, "ein sehr sympathisches, kräftiges Pferd, das den Eindruck eines frühen Pferdes vermittelt", wie der Trainer anmerkt. Die Mutter Saratina begann ihre Karriere als Zweijährige mit einem dritten Platz, um ein Jahr später drei Mal, davon zwei Mal im Ausgleich II, zu siegen.

Über Winter hat sich die Entwicklung von Nora of Budysin sehr positiv bewegt, denn die Stute hat sich gut gefestigt. "Sie ist nicht ganz so früh, aber allmählich sieht man doch, dass sie kommt."

Heinrich Schmidt ist Züchter und Besitzer der zweijährigen Tulis, einer sehr schönen und großen Stute, die noch etwas Zeit benötigt. "Sie ist optisch ein Schmaus und stammt aus der Verwandtschaft von Tamaron und The Timing. Und die waren wie Tamaron immerhin nach dem siegreichen Debüt als Zweijähriger zweimal Zweiter in Listen-Rennen sowie wie The Timing auch im Ausgleich II erfolgreich.

Im Hoppegartener Auktionsrennen bestritt Tipsy Tangerine im September den ersten Start unter der Regie von Andreas Löwe, nachdem sie bislang von Christian von der Recke vorbereitet worden war und für den Weilerswister Coach als Zweijährige in Düsseldorf ein Auktionsrennen in spektakulärer Manier gewonnen hatte, als sie trotz extremen Wegbrechens, das sie bis ans Ende des Feldes zurückgeworfen hatte, noch einmal groß aufdrehte und die Partie zu ihren Gunsten entschied. "Eine Kämpferin mit Talent, deren letzter Start schon ermunternd war, so dass wir nach dem vielen Üben hoffen, dass sie ihre Scheu vor den Übergängen verlieren wird."

Eine Nennung für den Preis der Diana wurde für Adoya abgegeben, eine sehr ehrgeizige, temperamentvolle Stute, die Strecken von 1800 Metern und mehr bevorzugt, also Stehvermögen zu besitzen scheint.

Seine dritte Saison hat Don Orlando im Januar in Frankreich in Angriff genommen und wird dort noch weitere Einsätze absolvieren, um ein Handicap zu erhalten. Der Hengst, ein spätreifer Typ, hat den Winter genutzt und sich gefestigt, so dass man sich sicher ist, dass er noch Freude bereiten wird, wenn der Boden nicht zu tief ist und er auf Strecken um die Meile herum aufgeboten wird.

Mit Bringmetothemoon wird eine ungeprüfte Stute vorgestellt, die in den nächsten Wochen zum ersten Mal an den Start kommen könnte. Der Trainer attestiert ihr eine Portion Talent, weshalb auch eine Nennung für den Preis der Diana abgegeben wurde. Der Trainer verweist aber im gleichen Atemzug darauf, dass man sorgfältig auf sie eingehen muss. "Eine Stute, die nicht viel Arbeit benötigt", fügt Andreas Löwe an.

Die Schimmelfarbe und die Tatsache, dass sie noch keinen Einsatz auf der Rennbahn hatte, verbindet sie mit der dreijährigen Delightful Lady. "Eine kräftige Stute, die in der Arbeit einen sehr gefälligen Eindruck hinterlässt. Sie ist gelassen, nicht faul, auch nicht heftig, daher bin ich auf ihren Werdegang selbst gespannt. Sie ist für mich eine kleine Wundertüte. Möglicherweise stellt sie sich im April erstmals der Öffentlichkeit vor."

Ein Jahr jünger ist die Stallgefährtin Diamond Dove, deren Mutter Dyveke nur einen Start als Dreijährige absolvierte. Gelobt wird das sehr entspannte Temperament der Zweijährigen, in der nach Ansicht des Trainers Qualität steckt. Nicht zuletzt aufgrund dieser Einschätzung wurde sie für den Preis der Winterkönigin eingeschrieben.

Mit Ashantara ("eine attraktive, schöne, kräftige Stute, die noch nicht so lange bei uns weilt") und La Femme Fatale ("eine sehr große, aber harmonische Stute") lässt das Gestüt Graditz, Neuzugang im Besitzerlager, zwei Zweijährige trainieren. "Beide Stuten können vom Äußeren und vom Charakter her für sich einnehmen", betont der Trainer, der darauf hinweist, dass Ashantara eine Tochter der Gruppe-III-Siegerin Ashantee ist, während Linamox, die Mutter von La Femme Fatale keine Rennen bestritt. Samum bzw. Dai Jin, die Väter beider Stuten, haben bereits als Zweijährige Rennen gewonnen.

Gut ein Fünftel des gesamten Aufgebotes, das Andreas Löwe vorbereitet, befindet sich im Besitz des Gestüts Winterhauch, mit dem der Trainer seit Jahren vertrauensvoll und erfolgreich zusammenarbeitet.

Fast wäre Do it yourself wie im Vorjahr der Start in die neue Saison erfolgreich gestartet. Doch diesmal war einer stärker, mit Guardian Angel im Übrigen ein Pferd, das sich damals noch unter der Regie von Andreas Löwe befand. Der Hengst erlebte 2012 eine sehr erfolgreiche Zeit, wofür immerhin drei Siege sprechen. „Ein solides Pferd für die Handicap-Rennen, das in diesem Jahr aber auch in französischen Verkaufsrennen auf Distanzen um die 2000 Meter herum an den Start kommen wird“, meint der Trainer.

Was diesem versagt geblieben war, hatte Very Nice Wochen zuvor gleich zweimal geschafft, nämlich die Konkurrenz hinter sich zu lassen. "Je älter, umso weiter", meint Andreas Löwe zu der Stute, die auf den weiten Wegen am besten aufgehoben ist und sogar im Silbernen Band, einem Listenrennen für die Steher, in Köln antreten könnte. Nachdem sie sich auf Sand in der laufenden Saison mit zwei Siegen und einem zweiten Platz die ersten Meriten geholt hat, wird sie erst einmal eine Pause bis zu den Grasbahn-Rennen erhalten.

Dass man große Pläne der überragenden Leistungen des vierjährigen Hengstes, die Trainer seinen Crack aber auch einmal in einem Gruppe-Rennen in England aufbieten. "Die entsprechenden Unterlagen müssen aber erst noch kommen", so Andreas Löwe, der den bodenunabhängigen Amaron auf Strecken zwischen der Meile und 1800 Metern am besten aufgehoben sieht.

80.000 Guineas hatte bei Tattersalls in Newmarket 2011 Lady Liberty gekostet, eine Stute, deren Bruder Wigmore Hall zum zweimaligen Gruppe-I-Sieger aufgestiegen ist. Ihr wurde die erste Saison geschenkt, was ihrer Entwicklung gut getan hat. "Sie zählt zu unseren Hoffnungen, haben daher auch Nennungen für das Schwarzgold-Rennen, die 1000 Guineas und den Preis der Diana abgegeben", erklärt Andreas Löwe zu der ehrgeizigen Stute, die über eine große Galoppade verfügt und wie ein Pferd mit Stehvermögen gezogen ist.

Derzeit nicht einsatzfähig ist der dreijährige und ungeprüfte Moscatello, der sich als Folge einer Knochenverletzung in der Klinik befindet.

Wann man Next Magic, die in Frankreich gezogen wurde, zum ersten Mal in Aktion sehen wird, ist noch offen. "Sie ist schwer einzuschätzen, ein sehr phlegmatisches Pferd, das aber wach wird, wenn es eng zwischen den Pferden zugeht. Genaueres wird man aber wohl erst bei den ersten Grasbahnarbeiten sehen", so der Trainer.

In Sachen ersten Start ist man bei dem zweijährigen Lucky Lion schon weiter, der die Verantwortlichen mit seinen Arbeitsleistungen sehr zufrieden stellt. 1400 Meter und mehr nennt der Trainer als die passenden Distanzen für den Hengst, dessen Mutter Lips Arrow bereits als Zweijährige siegte, später in Listen-Rennen triumphierte und sich in der Gruppe-Klasse zu platzieren wusste. "Ein wacher, früher Leistungstyp, der etwas für 2013 sein sollte", so charakterisiert Andreas Löwe den von High Chaparral stammenden Hengst.

Nach Maschinen aus dem Bestand der Mosca-Produktenpalette benannt wurden mit den zweijährigen Rapido und Sonixs zwei Hengste. Rapido wird als ein großes Pferd mit tollen Bewegungen geschildert, das nicht den frühen Typ vertritt, aber einen tollen Eindruck hinterlässt und viel Sprintblut im Pedigree aufweist. Wie auch Sonixs eine positive Beurteilung erhält, handelt es sich bei ihm doch um einen chicen, leichteren Typ mit guten Bewegungen, der sich noch voll in der Entwicklung befindet, wie es Andreas Löwe ausdrückt.

Erst wenige Tage weilen A Night Like This und Isytric im Stall, so dass der Trainer noch wenig zu ihnen sagen kann. A Night Like This ist eine Tochter der Kastelruth, die als Zweijährige vier Mal platziert blieb und daher Frühreife vererbt haben könnte. Isytric vertritt die Interessen von Züchter und Besitzer Erwin Haep, der wieder zu Andreas Löwe zurückgekehrt ist. Deren Mutter Isily war ebenfalls als Zweijährige im Einsatz, was auch für Isytrics Vater Electric Beat gilt, der in diesem Alter bereits zum Listensieger aufgestiegen war.

Weitere Aufstockung erfährt das Aufgebot in diesen Tagen durch den Zugang von Giolino und Koenigin Turf, die noch keinen Einsatz auf der Rennbahn aufweisen.
 
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