Einladung Hong Kong
 
In den letzten Tagen wurde sehr viel über die Einladungen und Rennen in Hongkong berichtet. Wir hatten Amaron ja auch dort genannt und sind allerdings jetzt nicht traurig keine Einladung bekommen zu haben.

Die europäischen Pferde taten sich ja insgesamt nicht so leicht, der Boden war fest und gerade in der Hong Kong Mile gibt es ja seit eh und je besonders starke Konkurrenz. Das Geschehen dort hat mich aber heftig an meine eigenen Erlebnisse in Hongkong erinnert. 1996 war schließlich unser PROTEKTOR das erste deutsche Pferd, das je nach Hong Kong eingeladen wurde und dort auch antrat. Sein Besitzer war Herr Dieter Joswich und Züchter war der unvergessene Vollblutprofi Herr Ferdinand Leisten.

Allein die Vorbereitung bis zur ausgesprochenen Einladung war eine sehr spannende Angelegenheit. Die letzten 2 Wochen vorher fanden wir jeden morgen sehr früh ein Fax aus Hong Kong in unserer Faxmaschine mit dem aktuellen Stand wie fern oder nah wir noch von der Riege der eingeladenen Aspiranten waren. Emailkorrespondenz gab es noch nicht. Die Spannung war zum Bersten bis dann plötzlich das Fax mit dem Welcome in unseren Händen war. 1996 war ja auch das letzte Jahr in dem Hong Kong britische Kronkolonie war und somit auch noch ein historisches obendrein.

Also Protektor war eingeladen zum Start in der Hong Kong Vase über 2.400 Meter. Dazu 2 Pferdepfleger, der Jockey Terry Hellier, das Besitzerehepaar Joswich, meine Frau und ich. Allesamt für volle 6 Tage mit unbeschreiblicher Großzügigkeit, Gastfreundlichkeit und spannenden Erlebnissen. An jedem Abend gab es eine Einladung die nicht unbedingt mit dem Rennsport zu tun hatte sondern uns mit der Kultur und dem Leben in Hong Kong bekannt machte. Es war großartig! Tagsüber lud man uns ein zu Rundfahrten im Hafen und allen möglichen Locations wie dem Pik, dem höchsten Berg dort, in typischen Vierteln der Stadt, Besuchen auf der Rennbahn Happy Valley u.s.w.Wenn wir abends müde ins Hotelzimmer kamen fanden wir dort noch kleine Geschenke vor.Nebenbei wurden wir noch mit einem täglichen Gutschein ausgestattet den wir in unserem riesigen Hotel Caesars Park ausgeben durften. Obendrein wurde jedem Team noch eine große Limousine mit Fahrer gestellt in deren Rückfenster ein großes Erkennungsposter angebracht war. Meißtens nutzen wir dieses Auto aber nur um morgens zur Rennbahn Sha Tin zu gelangen um beim Pferd und Training zu sein.

Protektor hatte sich bestens eingelebt war sehr frisch und canterte vergnügt vor Besuchern und vielen Journalisten, die täglich über jeden Schritt, sein Gewicht, seine Reiterin u.a. berichteten. Wie bei allen anderen Pferden natürlich auch. Das Rennen kam näher und die Engländer hatten es bestens verstanden die Spannung auf den Renntag auf die Spitze zu treiben. Als allererste Deutsche waren wir natürlich für die Turfwelt von Interesse, ich kam mir allerdings sehr klein vor bei dieser großen Klasse um uns herum, dieser Konkurrenz und der geballten Zuschauermasse. Das Rennen kam, die Bahn war schnell, das Rennen ebenso und unser Protektor braucht wie immer ein bißchen um in Gang zu kommen und wurde dann toller Vierter. Ich werde das nie vergessen!
 
 
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