News und Stallparade
 
Die Saison 2o13 hatte es in sich was die vielfältigen Unglücksmomente anbelangt. Schlimm war daß Amaron sich zum Anfang der Saison in Newbury verletzte und sich erst im Herbst so richtig wiederfand, ganz schlimm war der Beinbruch von Adoya, die, so beweisen es ihre Erfolge, vor einer ganz großen Karriere stand. Und jammervoll war das Unglück von Red Lips vor allem in der Diana, wo sie ganz hauchdünn an einer klassischen Platzierung vorbeischrammte. Aber auch ihre anderen kurzen Köpfe in den Platzierungen taten weh und trotzdem wurde keine 3jährige Stute in Deutschland in der GAG Einschätzung höher eingestuft.

Wenn die genannten Umstände auch eine höhere Siegzahl und eine höhere Gewinnsumme verhindert haben, so gab es aber wie immer auch soviele schöne Momente die einem über das Deprimierende schnell hinweg halfen. Die Arbeit mit jedem Pferd hat Freude gemacht und so ist es wirklich schwer die Highlights hervorzuheben, aber das Salz in der Suppe sind nunmal die Topereignisse. Unvergessen Adoya's Wahnsinnsspeed im Gr.3 Rennen im August in Baden-Baden, wo sie soetwas von angeflogen kam von weit hinter den Pferden um das T.v.Zastrow Rennen zu gewinnen.

Unvergessen auch der hart erkämpfte 4.Platz von Red Lips im Prix de l'Opera Gr.1 in Longchamp und natürlich auch der erlösende Gruppesieg von Amaron in Paris zum Ende der Saison. Auch einen herausragenden Listensieg hatten wir von Lady Liberty im Nereide Rennen aber Diamond Dove's Sieg im Preis der Winterkönigin war wohl der allergrößte Triumph, zumal bei den Zweijährigenerfolgen Freude und Hoffnung stets sehr gebündelt auf die Beteiligten hereinprasseln. Diamond Dove ist an dem Tag wohl kaum eine Antwort schuldig geblieben, und die Frage ob sie auch den guten Boden kann wird sie uns beantworten. Ich sage ja! (Übrigens kann man sich so manches Video zur Saison 2013 auf der Newsseite jeweils ganz am Fuße der Berichte ansehen).

Eine Auffälligkeit mehr in der letzten Saison findet man beim Betrachten der Generalausgleiche 2013. Mit einer Marke von 95,5 kg (Red Lips, 3jährige Stuten) und 92,5kg (Diamond Dove, 2jährige Stuten) stehen wir in den betreffenden Riegen an erster Stelle. Bei den wenigen Spitzenpositionen die es zu vergeben gibt finden wir das ganz Okay.

Und nun zur Stallbesprechung 2014.Es sind einige Pferde weniger ,aber es ist toll weiterhin eine so stabile und passionierte Besitzerstruktur am Stall zu haben. Ich möchte nochmals jedem einzeln dafür danken!
 
 
Die Taube fliegt auf die Guineas
Mit Diamond Dove steht die amtierende Winterkönigin im Löwe-Quartier


Im Herbst ging es auf einmal Schlag auf Schlag: Gemeint sind die Gruppe-Siege für das Weidenpescher Quartier von Andreas Löwe: Da siegte die dreijährige Adoya im Iffezheimer T. von Zastrow-Stutenpreis, Diamond Dove gewann den Preis der Winterkönigin und der nach einer Verletzungspause wieder genesene Amaron siegte in Saint-Cloud im Prix Perth. Somit klang für das Kölner Quartier die Saison auf keinen Fall verkehrt aus. Was natürlich auch der Mann sieht, der vor gut dreißig Jahren der Nachfolger von Arthur-Paul Schlaefke im Weidenpescher Park wurde. "Um ehrlich zu sein, es gab 2013 eine Phase, da habe ich über die Beendigung meiner Trainerlaufbahn nachgedacht. Und zwar intensiv. Ich habe auch mit einigen Besitzer gesprochen, doch letzten Endes habe ich den Gedanken ans Aufhören wieder zu den Akten gelegt. Es kam die Jährlingsauktion, auf der wir feine Pferde gekauft haben und die möchte ich auch noch als Dreijährige trainieren. Hinzu kamen dann die tollen Ergebnisse im Herbst", so Andreas Löwe, der unter seinen 35 Pflegebefohlenen so manchen Kandidaten trainiert, der auf Gruppe-Ebene das erste Mal oder erneut zu seinem Recht kommen sollte.

Löwes Spezi-Rennen

Viermal - so oft wie kein anderer - sattelte Andreas Löwe in diesem Jahrtausend die Siegerin in den 1000 Guineas. Portella, Shapira, Lolita und Lips Poison hießen die von ihm trainierten klassischen Ladys, nun könnte der nächste Streich im ersten Stutenklassiker der Saison fällig sein. Die Rede ist natürlich von Diamond Dove, die im Preis der Winterkönigin völlig souverän zum Zuge gekommen war. "Sie geht womöglich ohne Aufbaurennen in den Klassiker", so der Trainer über die Wiesengrunderin, die glänzend durch den - nicht vorhandenen - Winter gekommen ist. Amaron ist in jedem Jahr für einen Gruppe-Sieg gut, und in den verschiedensten Jahrgängen sind Pferde, die durchaus den Sprung nach ganz oben bewältigen könnten. Wie zum Beispiel die vierjährigen Donnerschlag und Lady Liberty.

Auf Derby-Kurs

Auch für das Deutsche Derby könnte man gerüstet sein. So stehen Lucky Lion und Rapido weiter im Aufgebot für Hamburg. WährendLucky Lion auf das Dr. Busch-Memorial zielt, wird man den im letzten Jahr in Straßburg siegreichen Rapido nicht so früh im Jahr sehen. Mit dem Areion-Sohn Lips Lion betreut Andreas Löwe ein Pferd, das als Zweijähriger bereits in den Auktionsrennen richtig mitmischen könnte. Erneut geht man ohne einen Stalljockey ins Jahr. "Ich habe sehr gute Arbeitsreiter. Wenn von Besitzerseite nicht zu viel Druck kommt, haben wir das mit der Reiterverpflichtung immer sehr gut hinbekommen", meint der Weidenpescher Trainer. Dann zeigt er auf seinem Display einen Spruch, den er sich kürzlich in einem Dorf in Niedersachsen bei einem Spaziergang von einem Haus abfotografiert hat: "Fange nie an aufzuhören - sondern höre nie auf anzufangen." In dem Sinne geht Andreas Löwe in ein weiteres Galopprennjahr.
 
Die Trainereinschätzung zu den Pferden (PDF-Download):
 
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