Sport-Welt Stallparade 2015
 
Die Devise des Trainers für 2015: Fange niemals an aufzuhören sondern höre niemals auf anzufangen.
 
 
Sechs Gruppe-Siege und über 1 Million Euro verdient
Brüllt der Löwe auch in Paris?


Rückblende: Ende Februar 2014. Nach dem Stalldurchgang im Weidenpescher Quartier von Andreas Löwe plaudern wir bei einem Kaffee und Keksen in einer kleinen Hütte in unmittelbarer Nähe seiner Stallungen. Als der dienstälteste Kölner Trainer über die kommende Saison die eine oder andere Prognose wagt, schimmert bereits durch, dass es ein sehr gutes Jahr werden könnte. "Ich habe da so einige Aspiranten, die könnten tatsächlich etwas Großes bewegen", so ein im Grunde immer stets realistisch denkender und auch sich ausdrückender Andreas Löwe. Er sollte Recht behalten: Die Saison 2014 war sein Jahr, es sollte das mit Abstand erfolgreichste in seiner mehr als 30-jährigen Trainerlaufbahn werden.

Unter vollen Akkorden ging es los

Der erste Saisonsieger hieß Lucky Lion, dieser Name wurde im Verlauf der Saison zum Spielball zwischen Trainer und Pferd für alle Turfjournalisten. Denn der High Chaparral-Sohn stieg hinter Derby-Sieger Sea The Moon zum am zweithöchsten eingestuften Dreijährigen auf, er siegte im Dr. Busch-Memorial, im klassischen Mehl-Mülhens-Rennen und zur Krönung im zur Gruppe I zählenden Großen Dallmayr-Preis von München. In Riem zwang Gestüt Winterhauchs Lucky Lion den nahezu für unschlagbar gehaltenen Noble Mission, der bereits zu einem Gruppe I-Erfolg gekommen war, in die Knie.

Zwei Gruppe I-Siege in acht Tagen

Bereits eine Woche später war der nächste Gruppe I-Erfolg fällig, als Stall Molenhofs Sirius den Großen Preis von Berlin gewann. "Das waren schon Tage, die man nie vergessen wird", so Andreas Löwe, dem im Spätherbst mit Bourree der nächste ganz große Wurf gelang, als die Stute den Preis der Winterkönigin gewann. Sieben Gruppe-Siege, darunter zwei Gruppe I-Erfolge und am Ende eine Gewinnsumme von über 1 Million Euro. Es war das Jahr des Andreas dem Löwen, um wieder einmal das Wortspiel zu strapazieren.

Saison 2014 nicht zu wiederholen

"Solch eine Saison wird nicht wiederkommen", stuft der Kölner Coach das letzte Jahr auch realistisch ein. Aber, so Andreas Löwe weiter, freue er sich mächtig auf das anstehende Rennjahr. "Wenn ich durch den Stall marschiere, dann sehe ich viel Qualität. Von gestandenen Größen wie auch von jungen hoffnungsvollen Pferden. Die Gruppe I-Sieger Lucky Lion und Sirius stehen zu neuen Taten bereit, Amaron wird hoffentlich die nächsten Gruppe-Siege landen. Vielleicht wird es für ihn die letzte Saison, er hätte einen Stallions-Platz sicherlich allemal verdient. Mit der Winterkönigin Bourree steuern wir auf klassischen Kurs, wie auch mit Palang, der auf den Prix du Jockey Club in Chantilly marschieren soll. Von dem einen oder anderen noch kaum oder gar nicht geprüften Stallinsassen erhoffe ich mir auch so einiges, aber das wird die Zukunft zeigen", so Andreas Löwe. Auffallend ist, dass im Moment lediglich nur drei Pferde im Stall sind, die nicht zwei- oder dreijährig sind. Und das sind die Kracher Lucky Lion, Sirius und Amaron. "Ich erwarte aber noch einige Pferde zurück, wie zum Beispiel den letztjährigen Seriensieger Moscatello oder Rapido", klärt der Kölner Coach auf.


Sirius in Köln - "Lion" nach Paris

Die Gruppe-Saison wird man im Löwe-Stall wieder früh in Angriff nehmen. Amaron geht als Titelverteidiger in die Düsseldorfer Frühjahrsmeile, Sirius soll im Gerling-Preis seinen Aufgalopp bekommen, und Lucky Lion wird Andreas Löwe für den Prix d'Ispahan, der Ende Mai in Longchamp auf Gruppe I-Ebene gelaufen wird, vorbereiten. Bourree zielt auf die German 1000 Guineas, Palang, der bereits in Saint-Cloud auf Gruppe I-Ebene im Criterium de Saint-Cloud hinter Frankreichs bestem Zweijährigen Epicuris auf einen tollen zweiten Platz gekommen war, soll, wie erwähnt, im Französischen Derby laufen. Viel Potenzial scheint im Zweijährigen-Jahrgang vorhanden zu sein, seine Besitzer sind beim Jährlingskauf teils tief in die Tasche gegangen. Was die Reiterfrage angeht, so wird dies wie im letzten Jahr von Fall zu Fall entschieden. "Damit sind wir sehr gut gefahren", so Andreas Löwe, der anfügt: "Ich weiß, dass sich Ioritz Mendizabal riesig freuen würde, wenn er wieder Lucky Lion reiten könnte." So spricht einiges dafür, dass die Löwe-Wortspiele auch 2015 die Überschriften prägen.
 
Die Trainereinschätzung zu den Pferden (PDF-Download):
 
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