Sport-Welt Stallparade
 
Die Sport-Welt Stallparade von Trainer Andreas Löwe:
 
 
Meilen-Ass Sehrezad und Winterkönigin Djumama die Stars

Wenn man mit dem besten Meiler des Landes, mit der amtierenden Winterkönigin und weiteren Pferden, die um die 90-Kilo-Marke stehen sowie einem ganz offensichtlich qualitätsvollen Zweijährigenlot in die neue Saison gehen kann, dann stehen die Vorzeichen für das Jahr 2011 gewiss nicht schlecht.

"Ich bin total happy über die Besetzung des Stalles. Ich freue mich wirklich sehr auf die anstehende Saison", so Andreas Löwe, der bereits dreißig Jahre im Weidenpescher Park tätig ist. Wie kompetent und auch eloquent der Weidenpescher Trainer ist, davon konnte man sich bei jüngst bei einem Talk mit Kölns Vereinspräsident Eckhard Sauren im Hippodrom-Restaurant überzeugen. Auch kam natürlich die Frage auf, warum er vor allem auch so erfolgreich mit Stuten arbeiten würde. "Sie wollen verstanden werden", war der Kern seiner Aussage. Aktuell ist es die dreijährige Djumama, die für dieses Kölner Quartier auf klassischem Kurs wandelt. Als amtierende Winterkönigin ist die Aussie Rules-Tochter zunächst einmal die Meßlatte für ihre gleichaltrigen Konkurrentinnen. Über die German 1000 Guineas soll es in den Henkel Preis der Diana gehen.

Erfolgreich auf Gruppe-Kurs war im letzten Jahr auch wieder das Meilen-Ass Sehrezad, der sich in Italien sogar erstmals auf Gruppe-I-Ebene versuchte und als Vierter bewies, dass er dort auf Dauer auch bestehen kann. "Wir werden mit ihm in diesem Jahr versuchen, den Gruppe-I-Triumph zu landen", gibt Andreas Löwe die Marschrichtung für den treuen Burschen an.

Apropos Gruppe-Sieg. Die ist auch ganz klar das Ziel für Keep Cool, der im letzten Jahr auf dieser Bühne im Frankfurter Frühjahrspeis des Bankhauses Metzler nur dem späteren Jahrgangsbesten Scalo den Vortritt lassen musste. Im Kölner Grand-Prix Aufgalopp könnte sich der Winterhauch-Hengst erstmals im Jahr vorstellen.

In puncto Jockey am Stall könnte sich in den nächsten Wochen etwas tun. Der Weidenpescher Coach: "„Im Grunde sind wir in all den Jahren ob mit oder ohne Stalljockey gleichermaßen über die Runden gekommen."

Nach dem Besitzeralphabet macht der zweijährige Adolphe Adam den Anfang. Er vertritt den ersten Jahrgang des Gruppe-I-Siegers Soldier Hollow. Sein Stockmaß lässt überhaupt nichts zu wünschen übrig, auch lobt der Trainer seinen tadellosen Charakter. "Er ist ein nervenstarkes Pferd, was man natürlich begrüßt", so Andreas Löwe, der allerdings nicht unbedingt davon ausgeht, dass Adolphe Adam zu den frühesten Semestern zählt

Die dreijährige, von Derby-Sieger Samum stammende Diamond Rose hat noch keine Seide getragen, könnte auch jetzt noch etwas Zeit benötigen. Ihre Mutter ist Siegerin und musste auf Listen-Ebene im Großen Preis der Stadt Krefeld lediglich der Röttgenerin Wild Side, die anschließend in Hoppegarten zur Gruppe-II-Siegerin aufstieg, den Vortritt lassen.

Mit Big Titus stellt der Trainer den Sieger des Hallenser Auktionsrennen vor. Zuvor hatte der Titus Liviu-Sohn der Eheleute von Bremen viel Pech gehabt, doch in Halle lief alles glatt und der Hengst konnte sein großes Talent offenbaren. Natürlich hegt man mit dem noch wenig geprüften Vierjährigen höhere Pläne, zumal Big Titus glänzend überwintert. "Was wir genau machen, das ist noch nicht entschieden, vielleicht werden auch in Handicaps zunächst einmal weitermachen", so Andreas Löwe, der von Big Titus offenbar sehr überzeugt ist.

Damanda hat auf Sand ihre Seite gezeigt. Ihren Erfolg bestätigte sie zwar nicht auf Anhieb, doch eine schwächere Form ließ sie postwendend vergessen. "Sie wird auch auf Gras Freude machen", so ihr Betreuer.

"Eine kleine Stute mit einem großen Herzen", so beschreibt der Trainer die zweijährige Directa Britannia, die den ersten Jahrgang des erstklassigen Sprinters Electric Beat vertritt. Zurzeit ist die Schimmelstute deutlich überbaut, ein Zeichen, das sie mächtig im Wachstum ist.

Vierjährig ist Robinia Directa, die den kürzlich abgetretenen Law Society zum Vater hat. "Das ist unser Hürdenass", so stellt der Trainer die Stute vor. In Dieppe kam sie im letzten Jahr auf der Hürdenbahn zum Zuge und verdiente auf einen Schlag 11.000 Euro. Dann ging es bereits zweimal nach Auteuil, wo Robinia Directa beim ersten Auftritt sogar auf Listenebene zum Zuge kam, als Fünfte keine schlechte Figur machte. Diese Platzierung sprang auch beim zweiten Auteuil-Auftritt heraus. "Ihr Springvermögen und der Endspeed ist schon beeindruckend. Wir erwarten uns auf der Hürdenbahn von Robinia Directa einiges, im April oder Mai wird sie in Frankreich wieder in die Saison starten", fasst es Andreas Löwe noch einmal zusammen.

Als Halbschwester von Derby-Sieger Dai Jin steht die dreijährhige Directa Princess erwartungsgemäß recht hoch im Kurs, zumal auch ihr Vater Dubai Destination ganz gewiss eine empfehlenswerte Adresse ist. Dai Jins Halbschwester war alles andere als ein frühreifes Pferd. Der Trainer bezeichnet sie aber als "sehr interessantes Pferd", was die Nennung im Henkel Preis der Diana sicherlich nur unterstreicht.

Wild Danger hat sich zuletzt auf der Dortmunder Sandbahn von guter Seite gezeigt. In einem bestimmt nicht schlechten Altersgewichtsrennen lief er auf Rang drei. Der Trainer ist überzeugt, dass der Königstiger-Sohn mehr kann, als er ab und an zu zeigen gewillt ist.

Zweijährig ist die von Royal Dragon stammende Kalinida. Sie präsentiert sich als rahmige, kräftige Stute. Ihre "sehr gleichmäßige Entwicklung", wie sich ihr Betreuer ausdrückt, lässt den Schluss zu, dass man in dieser Saison bereits mit Kalinida rechnen könnte. Ihre Mutter stammt von Daylami und aus der Zucht des Aga Khan.

Die dreijährige Wild Harmony ist noch nicht allzulange in diesem Quartier. "Wir kennen die Stute eigentlich nur von der Winterarbeit", bemerkt Andreas Löwe. Die Paolini-Tochter hat bislang noch keine Seide getragen.

Die gleichen Farben wird der zweijährige World's Flash an den Start bringen. Seine Mutter war sehr frühreif, dreijährig siegte sie bei ihrem letzten Auftritt im Hallenser Auktionsrennen. Andreas Löwe: "Der Königstiger-Sohn ist ein ehrgeiziger Bursche, hat sich toll entwickelt und es macht einfach viel Spaß, mit ihm zu arbeiten." Man geht davon aus, dass World‘s Flash wie seine Mutter zweijährig schon etwas bewegen könnte.

Guardian Angel zeigte auf der Sandbahn als Wallach einen Ansatz, worauf man nun aufbauen möchte.

"Sehr von seinem Vater Electric Beat geprägt ist Courageous", so die einleitenden Worte von Andreas Löwe über diesen Zweijährigen, denn der Trainer auch als "Gentleman" bezeichnet, der sich wunderbar bewege. Ein zeitiger Auftritt unter Seide schließt man nicht aus.

Als starker, gut entwickelter Hengst wird auch Mertesacker bezeichnet. Dem zweijährigen Lord of England-Sohn wird zudem eine tolle Galoppade und ein guter Charakter attestiert. Rundum alles Pluspunkte, die auch auf einen Einsatz in diesem Jahr hinweisen.

Den jüngsten Jahrgang vertritt auch Petit Espoir, die den Derby Italiano-Sohn Gentlewave, der aus der Zucht von Jürgen Winters Haras e la Perelle stammt, zum Vater hat. "Die Stute macht alles überzeugend mit", so ihr Betreuer.

Gleich dreimal landete Devilish Lips im letzten Jahr in einem Listenrennen auf einem zweiten Platz. Ob auf guter oder schwerer Bahn, ob in Deutschland oder Frankreich, für die Königstiger-Tochter aus Ebbesloh, die die Farben des Stalles Lintec trägt, sollte es auf diesem Parkett einfach nicht reichen. "Natürlich ist es das Ziel, auf Listenebene endlich den lang ersehnten Treffer zu landen", meint Andreas Löwe und fügt hinzu: "Wenn die Stute in diesem Jahr nur etwas Glück auf ihrer Seite hat, dann dürfte dies auch kein Problem sein." Die 90-Kilo-Stute kommt trotz nur eines Sieges in ihrer Laufbahn bereits auf eine Gewinnsumme von fast 80.000 Euro.

Gut einhundert Meter vor dem Ziel schien im Coolmore Stud – Preis der Winterkönigin Lips Poison die besten Karten auf einen ersten oder zweiten Platz zu haben, auf der Linie sprang dann Rang vier heraus. Es war in der Tat eine sehr starke Leistung der Mamool-Tochter, was auch ihr Betreuer noch einmal gründlich unterstreicht: "Für mich hat die Stute dort eine Klasseleistung gezeigt. Dabei ist sie nicht unbedingt als ein richtig frühreifes Pferd einzuschätzen. So wird auch jetzt noch etwas Zeit benötigen, doch sind die German 1000 Guineas in Düsseldorf, die zeitlich nicht so früh entschieden werden, das erste ganz große Ziel", so Andreas Löwe.

Ocamitos, der die Saison 2009 komplett auslassen musste, hatte im letzten Jahr eine gute Saison. Der Second-Set-Sohn gewann im Herbst auf Gras und später auf der Sandbahn. Der Trainer ist sehr zuversichtlich, dass der Fünfjährige in Kürze auch auf Gras eine gute Vorstellung geben wird.

Royal Directa wurde im letzten Jahr in Baden-Baden ersteigert. Der Electric Beat-Sohn ist ein in gutem Auriß gemachter Hengst, dem man einigen Schwung nachsagt. „Ein dominanter Bursche", fügt der Trainer noch hinzu.

First Light ist noch nicht lange in der Obhut des Kölners Coach. "Wir werden die Stute ruhig aufbauen", so der Kommentar über die dreijährige Big Shuffle-Tochter, die im Oktober in München einmal am Start war und als Vierte nicht verkehrt lief.

Die dreijährige, von Arc-Sieger Sinndar stammende New Soul war im letzten Jahr dreimal an der Öffentlichkeit, wurde sogar im Kölner Oppenheim-Rennen aufgeboten. Ansätze waren sicherlich zu sehen. Der Trainer ist recht überzeugt, dass New Soul auf weiteren Wegen nicht lange sieglos bleiben dürfte.

Mit Fabiana stellt der Trainer, die nach seinen Worten "klassische Beinahesiegerin" vor. In Düsseldorf scheiterte Stall Molenhofs Ashkalani-Tochter 2009 in den 1000 Guineas nur ganz knapp. Im letzten Jahr kam die speedstarke Stute in Hamburg und im Iffezheimer Darley Oettingen-Rennen in die Platzierung. Eine starke Form war aber auch auf jeden Fall der vierte Platz im Prix Rothschild auf Gruppe-I-Ebene in Deauville. Von der Siegerin Goldikova und somit einer Weltchampionesse war Fabiana zwar deutlicher entfernt, doch für eine noch bessere Platzierung fehlte nicht viel. Andreas Löwe: "Dies war eine riesige Vorstellung von ihr. Wir wollen auch in diesem Jahr in ähnlichen Prüfungen angreifen. Auch eine Variante über einen etwas weiteren Weg, ich denke an 1800 Meter, ist vorgesehen." Fabiana hat glänzend aufgetankt, für die Ashkalani-Tochter kann die Saison kommen.

Ihre dreijährige Halbschwester Famke ist leider auf einem Auge blind, hat auch noch keine Seide getragen. Die Stute ist auch recht spät in Training gekommen, doch hat ihr Trainer unterm Strich durchaus "einigen Mumm" auf Famke. "Das ist Talent vorhanden", so sein knapper, aber durchaus richtungsweisender Kommentar.

Dreijährig ist auch Isolda, die bereits so gut gearbeitet hatte, dass man den ersten Start bereits ins Auge gefasst hatte. Dann machte eine Hufprellung den ersten Auftritt aber zunichte und man musste zunächst einmal "zurückfahren". Von der Dashing Blade-Tochter hat man keine geringe Meinung.

Niska hingegen wird noch etwas Zeit benötigen. Die dreijährige, bislang noch ungeprüfte Sholokhov-Tochter muss erst noch den nötigen Schwung finden. "Die Dame lässt sich halt Zeit", bemerkt Andreas Löwe.

Die zweijährige Isolo ist nicht zu übersehen, eine bunte Fuchsstute, gut gebaut und auch nach Stockmaß eine gefällige Erscheinung. "Sie hat auch einen bemerkenswerte Übersetzung", so der Trainer über die Lord of England-Tochter, die man schon in dieser Saison sehen könnte.

Kishon stammt von Selkirk und somit einem über Jahre erfolgreichen Deckhengst in der europäsichen Szene. Er wechselte über die BBAG-Jährlingsauktion in jetzigen Besitz. "Ein Hengst mit guter Bewegung und mit einem guten Charakter. Aber ich denke, nicht der Frühreifste", so fasst es der Trainer über Kishon zusammen.

Bliebe aus dem Lot des Stalles Molenkof noch die zweijährige Rosie Thomas, die ebenfalls auf der Iffezheimer Jährlingsauktion erworben wurde. Sie stammt von King George- und Arc-Sieger Dylan Thomas, ihre Mutter ist die mehrfache Listensiegerin Rosengeste. "Eine sehr talentierte Stute, die auch eine tolle Entwicklung durchläuft. Auch hat sie ein ausgeprägtes Temperament und ist somit eine Herausforderung für Reiter und Trainer", hält Andreas Löwe fest.

Die dreijährige Charming Lips hat bislang noch keine Seide getragen, war länger im Gestüt, wo sie aber bereits für den Ernst des Lebens vorbereitet wurde. Die Schwerpunkte der Mamool-Tochter könnten in der zweiten Saisonhälfte liegen.

Auch der zweijährige Lips Dancer ist noch nicht allzulange im Rennstall. Der Big Shuffle-Sohn hat sich aber bestens eingeführt. Andreas Löwe: "Entwicklung und auch die Abstammung lassen Anlass zur Hoffnung."

Für den Stall Phillip und Stall Phillip I kommen die beiden Stallcracks gleich hintereinander. Sehrezad, der mittlerweile sogar seine eigene Website hat (www.sehrezad.de), zeigte sich auch 2010 von ganzer Größe. "Er ist einfach unser Ass", bringt es der Trainer gleich auf den Punkt und fügt an: "Deutschlands besten Meiler zu trainieren, macht das Trainerleben lebenswert." Nicht einen Ausrutscher leistete sich Sehrezad im letzten Jahr, bei allen Starts war er auf Gruppe-Ebene immer im Geld. Den Big Point landete Sehrezad im Großen Preis der Mehl-Mülhens-Stiftung in Hannover auf Gruppe II-Ebene, nachdem er in Hamburg wie 2009 erneut an Earl of Fire gescheitert war. Im Herbst ging es dann zweimal über den Brenner. Im Premio Vittorio di Capua rückte Sehrezad das erste Mal in seiner Laufbahn in einer Gruppe-I-Prüfung in die Starboxen. Am Ende sprang ein sehr guter vierter Platz heraus, es siegte der wieder in Bestform agierende Godolphin-Hengst Rio de la Plata vor Vanjua und dem italienischen Derby-Sieger Worthadd, Sehrezad folgte als Vierter für eine bessere Platzeirung dichtauf. Dann stand wie 2009 der Premio Ribot an, erneut musste der Titus-Livius-Sohn nur einen Gegner - und das nur knapp - den Vortritt lassen. Worthadd blieb mit einem Halsvorteil voraus. Doch es rundete sich wie erwähnt ein famose Saison für den nun sechsjährigen Hengst, der Anfang Mai im Prix du Muguet in Saint-Cloud in die Saison starten könnte. "Seine Route ist natürlich vorgezeichnet, im Herbst nehmen wir auch wieder Anlauf auf Italien und versuchen den Gruppe-I-Treffer zu landen", so Andreas Löwe über seinen Spitzenmeiler, der wiederum glänzend durch den Winter gekommen ist.

Apropos Winter. Wenn man Djumama sieht, dann will man kaum glauben, dass die Stute den Winter gespürt hat. "Sie hat sich in den letzten Monaten weit großartig entwickelt und auch gezeigt, dass sie ihre erste, bestimmt anspruchsvolle Saison glänzend weggesteckt hat", so Andreas Löwe über die Sieger im Coolmore Stud – Preis der Winterkönigin. In Iffezheim drehte die Aussie Rules-Tochter unter Adrie de Vries mächtig auf und bezwang die favorisierte Aigrette Garzette mit einer dreiviertel Länge. Andreas Löwe sprach anschließend von der "passenden Treckerspur", die Adrie de Vries mit Djumama auf dem schweren Boden gefunden habe. Dieses nicht alltägliche Zitat ging dann später durch die Gazetten des Rennsports. Bereits ihren Erstauftritt wusste Djumama erfolgreich zu gestalten, als sie in Hannover bereits kapitalen Speed in die Waagschale geworfen hatte. Über die Route braucht man eigentlich keine Fragen stellen, sie liegt nach der imposanten Zweijährigen-Saison auf der Hand. Die German 1000 Guineas sind das erste Ziel, dann peilt man auch den Henkel Preis der Diana an. "Ich denke, dass die Stute auch Stehvermögen besitzt", meint Andreas Löwe. Noch offen ist, wo die Aussie Rules-Tochter vor ihrem ersten Klassiker ein Vorbereitungsrennen bestreiten wird. "Wir suchen noch nach einer passenden Aufgabe", so der Trainer, der mit Djumana wie schon so oft in seiner langen und erfolgreichen Trainerlaufbahn eine extrem hoch veranlagte Stute betreut.

Über die Iffezheimer Jährlingsauktion kam Ebby in jetzigen Besitz. Die zweijährige Königstiger-Tochter scheint eine Stute zu sein, die in diesem Jahr bereits etwas Bewegen könnte. Jedenfalls ist aus des Trainers Mund nur Gutes zu hören. Ebbys Halbbruder Enzio stieg immerhin in Deutschland zum Gruppe-Sieger auf. Hier scheint Königstiger was ganz Feines geliefert zu haben.

Auf gleichem Terrain wie Ebby, wechselte auch Kapitala den Besitzer. Sie stammt von Hawk Wing und wird als sehr konzentriert arbeitende Stute beschrieben. Auch die Entwicklung lässt keine Wünsche offen, wie man auch eine gute Portion Frühreife hat erkennen können.

Die dritte zweijährige Stute, die die Farben von Frau Dr. Alexandra Margarete Renz tragen wird, ist Lady of Budysin und ist ein weiterer BBAG-Auktionsankauf. Ihr Vater ist Soldier Hollow, der hier einen toll entwickelten Youngster gezeugt hat. Ihre Mutter Lots of Love ist eine Listensiegerin, im letzten Jahr stieg ihr Sohn Lucas Cranach zum Seriensieger auf und krönte seine Laufbahn mit einem Listensieg in Frankreich. Eine waschechte Frühaufsteherin sieht der Trainer in Lady of Budysin allerdings nicht.

Die Tatsache, dass die noch ungeprüfte dreijährige Turkish einen Nennung für den Henkel Preis der Diana bekommen hat, lässt allein den Schluss zu, dass die Lando-Tochter keine geringe Wertschätzung genießt. "Sie kommt sehr gut in die Gänge, eine feine Stute, die alle Zeit der Welt zu lohnen weiß", so Andreas Löwe über die in Irland gezogene Turkish.

Von einem spätreifen Semester spricht der Trainer bei Niacenza, die von Black Sam Bellamy stammt. Die Dreijährige ist eine Halbschwestre des Tophürdlers Nardello.

Zweijährig ist Ayaka, die mit King's Best einen im Topvorjahr groß im Bilde erschienen Stallion zum Vater hat. Der fast schon für die ganz großen Points abgeschriebene Stallion zeichnete als Erzeuger des Epsom-Derby-Siegers und Arc-Trumphators Workforce. "Sie war auf der BBAG-Auktion sehr günstig zu haben, ich behaupte, hier haben wir ein Schnäppchen gemacht", schmunzelt Andreas Löwe.

Auch über Iffezheim kam Compact Storm in den Besitz von Waltraut Spanner. "Das ist ein ganz wacher Bursche, der sich bestens entwickelt. Er könnte etwas für die Auktionsrennen sein".

Die vierjährige Welcome in Life war im letzten Jahr beim zweiten Start gleich erfolgreich, dann ging es noch nicht so richtig weiter. Der Tertullian-Tochter traut man aber noch Luft nach oben zu. Sie präsentiert sich fit and well und wird in zwei Wochen in Düsseldorf ihr Jahresdebut geben.

"Der hat einen Touch of class", eine interessante interessante Formulierung, die Andreas Löwe über den zweijährigen Don Orlando ausspricht. Der BBAG-Ankauf ist ein kräftiger, kompakter Typ und ganz offenbar mit einer wunderbaren Bewegung. Der Vater ist der sehr gut eingeschlagene Pivotal-Sohn Kyllachy.

Nach einem enttäuschen Start entschloss man sich schnell, Daring Sovereign zu kastrieren. "Hier haben wir doch noch größere Hoffnungen", bemerkt der Trainer über den Kendor-Sohn, der die Farben des Gestüts Wiesengrund tragen wird. "Der Bursche lässt sich seit der Kastration viel besser an", fügt der Trainer noch hinzu.

Auch dreijährig ist Simply Noble, die zweijährig in Hannover beim zweiten Start in Hannover gewann und dabei ein kopfstarkes Feld mit Theo Danon an der Spitze auf Rang zwei verwies. Anschließend wurde die Wiesengrunder Desert-Prince-Tochter in Italien im Premio Dormello auf Gruppe-Ebene gesattelt, kam als Sechste über die Linie. "Die Stute ist in Mailand ausschließlich am Boden, der viel zu weich war, gescheitert. Ich gehen davon aus, dass die Desert Prince-Tochter mehr als 80 Kilo kann."

Ein Quintett des Gestüt Winterhauchs bildet den Beschluss. Doch es ist ein wirklich hoch interessantes Lot. Nach reiflicher Überlegung hat man sich entschlossen, die gute und treue Magic Eye noch ein weiteres Jahr im Rennstall zu halten. Über Winter weilte die Nayef-Tochter auf den Etzeaner Koppeln zur Erholung. "Sie ist frisch und munter zurück gekehrt, hat die Wintermonate in Etzean toll genutzt", so Andreas Löwe über die speedstarke Stute, die sich im letzten Jahr ausschließlich auf Gruppe- und Listenebene bewegte und dabei nur wenige Male nicht in die Geldränge lief. Im Großen Sparkassenpreis von Düsseldorf war Magic Eye auf Listen-Ebene nicht zu bezwingen. Natürlich peilt man mit der Stute, die ein Ausbund von Treue und Härte ist, einen Treffer auf Gruppe-Ebene an.

Genau dies ist auch das Ziel mit Keep Cool. Der mehrfach auf Gruppe-Ebene platziert gelaufene Starcraft-Sohn kam auch Ende 2010 wie auch ein Jahr zuvor auf ein respektables GAG von 91 Kilo, womit allein diese rechnerische Elle ausdrückt, dass der Winterhauch-Hengst zu den besten Pferden seines Jahrgangs zählt. Im Frühjahrspreis des Bankhauses Metzler scheiterte er nur an Scalo, dem späteren Jahrgangsbesten. Zum Abschluss der Saison kam Keep Cool in Dortmund im dort ausgetragenen Hessen-Pokal über die Linie. Nur Elle Shadow konnte es im letzten Gruppe-Rennen des Jahres einen guten Tick besser. "Für das Gestüt Winterhauch ein Gruppe-Rennen zu gewinnen, wäre ganz toll", bemerkt Andreas Löwe. Keep Cool sieht bereits hervorragend aus, der Trainer schließt einen Start im Grand-Prix-Aufgalopp auf der Heimatbahn nicht aus.

"Das ist das einzige Pferd in meinem Stall, das eine Derby-Nennung besitzt", der Trainer erwähnt dies sicher nicht ohne Grund bei Do it yourself. Der Sohn von Arc-Triumphator Hurricane Run wird als "Rohdiamant" bezeichnet. "Wir müssen noch einiges mit ihm machen, aber sein großes Talent ist unumstritten", so Andreas Löwe.

Dreijährig ist Very Nice, die im letzten Jahr im Oktober ihren Start absolvierte. "Sie ist ein spätes Semester, da ist noch etwas Geduld angesagt", so der Trainer über die Dashing Blade-Tochter.

Der vom Stallion-Kracher Shamardal stammende Amaron vertritt den jüngsten Jahrgang. Der prächtig entwickelte Hengst wurde in Newmarket erworben. "Er strotzt schon vor Kraft und kann sich blendend bewegen", attestiert ihm Andreas Löwe.
 
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