Damanda siegt in Neuss
 
Meine Güte lieber Stall Colonia, wie oft hat Damanda uns schon spannende Rennen geliefert. Sie gab immer alles, aber oft genug gings "haarscharf" daneben. Aber dafür war dieser hochverdiente Sieg der treuen Kämpferin Damanda um so mitreißender.

Ihnen allen sei von Herzen gedankt und gratuliert!
 
 
 
Besonders gefeiert wurde der Sieg der Stute Damanda mit Rebecca Schumacher. Sie gehört der siebenköpfigen Besitzergemeinschaft Stall Colonia, ins Leben gerufen vom populären Reitsporthändler Horst-Dieter Beyer.

Bekanntester Mitbesitzer ist der langjährige WDR-Reporter Dietmar Schott, einst ein glühender Fan des Trabrennsports. "Jetzt bin ich ein Galopper," begeisterte er sich. Schott war total euphorisiert: "Das war ein unglaublich tolles Gefühl." Trainer Andreas Löwe klärte den Grund für den Sieg auf: "Wir mussten die Startnummer 1 nutzen. Die Reiterin ist mit dem Pferd immer innen an den Pfützen vorbeigelaufen."
 
 
Der Stall Colonia dürfte in Damanda eine gute neue Errungenschaft haben, denn die dreijährige Pentire-Tochte siegte bei erstem Auftritt für die neunköpfige Besitzergemeinschaft um den ehemaligen WDR-Sportchef Dietmar Schott, der eigens nach Neuss gekommen war, um sich den Start der Löwe-Stute anzusehen und von einem "unglaublichen Gefühl" sprach, das ihn überkam, als der Sieg unter Dach und Fach war. Die junge Rebecca Schumacher zeigte einen couragierten Ritt, als sie der späten aber mächtigen Schlussattacke von Endoran auf Damanda einiges entgegenzusetzen hatte und den Sieg nach Hause brachte.
 
 
Viva Stall Colonia

In vielerlei Hinsicht ist der Erfolg der dreijährigen Stute Damanda vom letzten Wochenende in Neuss beachtenswert. Beim ersten Versuch in den Farben des Stalles Colonia gewann die von Andreas Löwe trainierte Pferdedame, die von Beginn an die Spitze hatte und keine Gegner an sich vorbeiziehen ließ.

Diese Besitzergemeinschaft ist eine besondere. Sieben Mitbesitzer umfasst der Stall Colonia, durchweg gestandene Turfpersönlickeiten sind das und mit der WDR-Koryphäe Dietmar Schott ist zudem ein Mann mit dabeim, den jeder Sportfan in Deutschland kennt und der manche Sportnacht, zumeist bei Olympischen Winterspielen, fast wie im Flug vergehen ließ. Der im Traberlager besser bekannte Schott - er züchtete zunächst auf seinem Gut Höhnchen in Lohmar mir großem Erfolg Trabrennpferde und fuhr auch selbst als Amateurfahrer Trabrennen von internationaler Bedeutung - war selbst am Hessentor zugegen und nach Damandas Sieg kaum mehr zu zügeln. Soch einen Spaß hatter er inmitten der Gratulanten. "Neben Damanda besitzen wir noch einen weitere Stute, Paradise Beauty. Di in diesem Jahr noch Ausgleich II siegreiche Stute steht zur Zeit bei mir auf dem Gut Höhnchen im Bergischen Land. Heute morgen fütterte ich die momentan aufgrund einer Verletzung bei mir weilende Paradis Beauty noch wie die anderen Pferde und jetzt der Sieg mit Damanda, das war ein unglaublich tolles Gefüh", plauderte die Reporter-Legende, dessen Leben auch Pensionsalter ganz den Pferden gewidmet ist.

Auch der allseits bekannte und geliebte "HODIBE", Horst-Dieter Beyer, gehört dem Stall Colonia an, auf dessen Initiative des seit mehr als 50 Jahren im Galopprennsport verankerten Ur-Kölners hin wurde der Stall gegründet. Beyer gehört zum Galopper-Inventar der Domstadt, nur allzu logisch, dass er den Stallnamen Colonia wählte. Jeder kennt den Pferdesporthandel nur unweit der Rennbah in Weidenpesch.

Ferner gehört dem Stall Colonia Michael Renz an, der ehemalige Geschäftsführer der Rennbahn Düsseldorf. "Die Liebe zum deutschen Galoppsport und zu Köln ließ Horst-Dieter Beyer und mich die Idee verwirklichen", sagt Renz, der noch immer Eigner der verpachteten Damanda ist. "Wann immer im Kölner Turf etwas Positives geschieht, ist Horst-Dieter Beyer dabei."

So war es auch bei der Wiederbelebung des Stalles Colonia, der natürlich die rot-weißen Wappenfarben Kölns im Renndress verwendet. "Die alten Rennfarben haben wir nur etwas aufpoliert", sagt Renz, selbst ein Absolvent der Pferdewirtschaftmeisterprüfung und Pferdemann durch und durch.

Die Reitorder am letzten Sonntag für den Ritt auf Damanda war einfach und effektiv zugleich. Einen Tag vor der Starterangabe hatte das Septett nochmal die Reiterfrage und auch die Renntaktik besprochen und dann festgelegt, dass Rebecca Schumacher, die seit einigen Monaten am Löwe-Stall arbeitet, die Chance im Sattel erhalten solle.

"Wir hatten schon im Vorfeld gedacht, dass Damanda auf dem Neusser Sand am besten von der Spitze aus zum Zuge kommen solle", so Renz, der zwar am Sonntag nicht in Neuss war, dennoch mit seiner Analyse genau recht behalten sollte. Aus Startbox ein ganz innen war es für Damanda und Rebecca Schumacher möglich, umgehend die Führung zu übernehmen und "innen an den Pfützen vorbei zu galoppieren" merkt Coach Andreas Löwe an. Er hielt immer eine Menge auf die Pentire-Tochter, denn auch im Halleschen Auktionsrennen war ein Auftritt geplant. Doch als 15. war sie das erste Pferd, das keinen Startplatz erhielt und musste ausscheiden.

Dennoch gewann Löwe mit Big Titus diese Partie und trauert daher diesem Rennen auf den Passendorfer Wiesen nicht hinterher. "Damanda ist speziell auf dem Sanduntergrund zu beachten, wahrscheinlich wird sie am zweiten Weihnachtstag im Ausgleich III wieder laufen, dann müssen wir Farbe bekennen", sagt der Coach, der weiter berichtet, dass Damanda eigentlich hätte viel früher im Jahr gewinnen müssen. "Es sollte irgendwie nicht sein. Immer wieder passten Kleinigkeiten nicht, aber jetzt hat sie ja ihren ersten Sieg", so Löwe.
 
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